Zwei Tage nach dem Zieleinlauf des bisher wohl härtesten Rennens, an welchem wir je teilgenommen haben, sind wir schon wieder zu Hause in der Schweiz.
Am Schluss waren wir stolze 14. mit einer Zeit von 28h 52min für 540 knüppelharte, aber landschaftlich atemberaubende Kilometer. Wir waren top vorbereitet, und haben insgeheim auf eine gute Rangierung gehofft. Aber so gut abzuschneiden war auch für uns eine Überraschung. Alles in allem kann man sagen, das war eines der härtesten Rennen welches wir je gemacht haben. Andere mögen länger, höher oder heisser sein. Aber in der Wildnis der Kanadischen Rocky Mountains wird einem alles abverlangt. Hier zählen nicht nur Ausdauer und Durchhaltewillen. Hier muss man körperlich und mental Topfit sein. Hier erfährt man Hitze tagsüber und Eiseskälte in der Nacht, Einsamkeit in den tiefen Wäldern, hier wird man fahrtechnisch gefordert wie sonst nirgends, hier isst man, was auf den Teller kommt, hier schläft man am Boden, hier hat man Angst vor den Bären und hier erlebt man vor allem eins: ein unvergessliches Abenteuer zusammen mit anderen verrückten irgendwo im Niemandsland zwischen Calgary und Vancouver.
20. August 2007
TransRockies: 14. Platz!!!
18. August 2007
TransRockies: Schlussetappe
Zeit: 1:55h – Etappenrang: 14.
Heut morgen kamen die Strapazen von gestern so richtig zum Vorschein. Beim Blick in den kleinen Taschen-Spiegel musste ich feststellen, dass ich wohl noch nie solche Augenringe hatte in meinem Leben wie heute. Ich habe definitiv gealtert in den letzten Tagen! Die Wunden am Bein sabbern dafür so richtig eklig und die Prellungen sind schön aufgeschwollen. Es läuft sich wirklich schlecht heute morgen. An der allgemeinen Euphorie die heute herrscht, kann und will ich darum nicht teilnehmen. Die 48km bis nach Fernie scheinen mir jetzt schon unendlich. Die Bilder der ersten Etappe sind noch sehr präsent – da warens nur 33km und wir hatten ewig dafür! (weiterlesen…)
17. August 2007
TransRockies: 6. Etappe
Zeit: 6:06h – Etappenrang: 15.
Es geht langsam aber sicher dem Ende zu. Doch die Etappen werden nicht kürzer. Für heute haben wir uns viel vorgenommen und sind dementsprechend schnell gestartet. Es blieb uns auch nichts anderes übrig, denn die ersten 5 Kilometer waren nur Singletrails und in der Spitzengruppe geht da die Post ab! Puls immer weit über der Laktatschwelle; und das morgens kurz nach sieben! Doch auch das haben wir überlebt, schliesslich haben wir in den vergangenen Tagen dazugelernt und unserer Fahrtechnik verbessert! (weiterlesen…)
15. August 2007
TransRockies: 5. Etappe
Zeit: 4:39h – Etappenrang: 13.
Die Nächte werden langsam immer weniger erholsam – es ist einfach bitterkalt hier! Und immer das frühe Aufstehen morgens um 6. Mittlerweile haben wir das aber ziemlich gut im Griff. Die dicken Kleider ziehe ich schon im Schlafsack drin an und die Mütze hab ich ja eh schon die ganze Nacht über angehabt. So Schlottern wir beim morgendlichen Schweizer Treff im Frühstückszelt nur noch halb so fest… (weiterlesen…)
TransRockies: 4. Etappe
Zeit: 04:59h – Etappenrang: 12.
Whiteswan – ein schöner Name für ein Etappenziel. Versprochen wurde uns heute ein schneller Tag mit wenig Höhenmetern und “nur” 45% Singletrails. Es wurden ein paar Höhenmeter mehr. Fast das doppelte sogar! Dänu hat heute auch noch seinen schlechten Tag eingefangen. (weiterlesen…)
14. August 2007
TransRockies: 3. Etappe
Zeit: 4:22h – Etappenrang: 14.
Wieder eine brutal kalte Nacht. Das aufstehen am morgen ist schon jetzt eine Qual. Zitternd und mit Kappe und Handschuhen nehmen wir gemeinsam mit unseren welschen Freunden das Morgenessen ein. Jedenfalls nennen die das hier so. Braunes Wasser (Kaffee), weisses Toastbrot und irgend eine Art Rühreier. Ein Twix aus meinem eigenen Verpflegungssack hilft noch etwas nach. (weiterlesen…)
13. August 2007
TransRockies: 2. Etappe
Zeit: 03:51h – Etappenrang: 23.
Der Morgen heute war kalt, sehr kalt sogar. Aber es wurde schnell warm heute. Mit einem Aufstieg auf Asphalt (!!!) wurde die heutige Etappe eröffnet. Zügig, wenn nicht sogar ziemlich schnell ging es mit im Vergleich zu gestern lockeren 8-10 Steigungsprozenten Richtung Gelände. Links und rechts fuhren die Teilnehmer an uns vorbei, doch wir liessen uns nicht gross Beeindrucken. Unsere Zeit wird schon noch kommen! Nach einer guten Rennstunde dann der erste “Marsch” durch Gewässer. Brrrrrrrrrr! (weiterlesen…)
12. August 2007
TransRockies: 1. Etappe
Zeit: 02:47h – Etappenrang: 21.
Zum Glück mussten wir heute morgen nicht so früh aufstehen, die “lange” Reise von Calgary und der Jetlag sitzen uns irgendwie immer noch in den Knochen… Nachdem uns der lokale “Bärenbändiger” noch seine letzten Überlebenstipps mit auf den Weg gegeben hat, und wir dank unserem jugendlichen Leichtsinn ziemlich weit hinten im Startblock standen, war dann um 11 Uhr eeeeendlich der Start. (weiterlesen…)
11. August 2007
Calgary – Panorama
endlich, heute morgen hat sich nun nach drei Tagen Regen und Kält wieder mal die Sonne gezeigt. Genau richtig, um 4h mit dem Bus nach Richtung Nordwesten nach Panorama, dem Startort der TR zu fahren.Vorerst galt es aber, möglichst billig von dem einten Ende der Stadt wo wir wohnten (übrigens nahe der Skisprungschanze der Winterolympiade 1988) ans andere Ende an den Airport zu kommen. (weiterlesen…)
9. August 2007
Regen und Waldbraende
Waehrend das Wetter hier in Calgary momentan sein ganzes Repertoire zeigt (gestern 30 Grad, heute Regen und Morgens knapp ueber 0 Grad) soll es in den Rocky Mountains warm und schoen sein und auch bleiben. Dies ist gleichzeitig auch eine schlechte Neuigkeit, denn heute erreichte uns die Nachricht, dass die ersten Waldbraende wueten und das Rennen dadurch umgeleitet werden muss. Das kann also heiter werden! Nichtsdestotroz sind wir guter Dinge und treffen hier in den naechsten zwei Tagen noch unsere letzten Vorbereitungen. D.h. vor allem Shopping in Outdoor-, Adventure-, und Bikeshops ;-)