15. November 2008

La Ruta :: Tag 4 – die Karibik wartet!

Letzter Tag; der heutige Morgen war eine reine Qual. Aufstehen nach viel zu wenig Schlaf in einem viel zu warmen Zimmer, welches wir mit Kakerlacken teilen durften. Danach Frühstück nach Tico-Art und eine frühmorgendliche Fahrt mit dem Bus über die holprigen Strassen der hiesigen Kaffeeplantagen; zudem plagt mich der aufgerissene Zehennagel und die Zerrung in der Wade - nicht gerade meine favorisierte Art, einen Tag zu beginnen... (weiterlesen...)


14. November 2008

La Ruta :: Tag 3 – auf zum Vulkan!

Heute sollte mein Tag werden. Denn Tag 3 ist für die meisten immer der schlimmste. Der Körper beginnt langsam zu streiken und die müden Muskeln wollen nicht mehr so recht. Genau das richtige für mich! Denn wenn ich etwas kann, dann ist es leiden und mich bis zum äussersten quälen!

Diese Etappe sollte dann gem. Roadbook auch nicht so schwer werden. Nur einmal hoch auf 3000 Meter zum Vulkan Irazù. "Expect rain and really low temperatures up there!" hiess es noch kurz vor dem Start. (weiterlesen...)


13. November 2008

La Ruta :: Tag 2 – kann es noch steiler werden?

Die zweite Etappe sollte angeblich lange nicht so hart werden wie die erste. Geschenkt würde einem aber auch hier nichts. So der O-Ton aus dem Roadbook. Bei 4400hm auf 76km bleibt einem das Herz aber schon stehen wenn man sich nur schon mal die Fakten etwas genauer ansieht.

Nun gut, der Start war heute erste um 7. Nichtsdestotrotz mussten wir früh aufstehen, denn wir wurden wieder mit Bussen zum Start geführt, was eine 45-Minütige fahrt bedeutete. (weiterlesen...)


12. November 2008

La Ruta :: Tag 1 – einmal Hölle und zurück

Der heutige Tag begann schon morgens um drei. Langsam bin ich es mich ja gewohnt, früh aufzustehen... Da der erste Startblock für die Pros und andere priviligierte Spezies reserviert ist, musste ich mich schon früh anstellen, um nicht schon zu Beginn des Rennens in aussichtsloser Position irgendwo im Niemandsland der hintersten Startreihen zu sein. Was natürlich auch bedeutete, dass ich fast eine ganze Stunde im Startblock stand bevor es los ging. Ein letztes Stückchen Heimat in Form eines "Biberli" musste als Henkersmalzeit herhalten. (weiterlesen...)


3. November 2008

In höllischen 4 Tagen durch die Bananenrepublik

MTB-Etappenrennen übertreffen sich momentan nur so mit Superlativen wenn es darum geht, welches das härteste, längste und schönste Rennen ist. Ob zwei Wochen durch das staubtrockene australische Outback, Husarenritte durch die gnadenlosen Rocky Mountains oder im Schnellzugstempo durch die Nationalparks in Südafrika. Doch mögen sie noch so hart sein: Transalp & Co. sind nur Kindergeburtstage wenn man sich die sagenumwobenen Stories vom angeblich wirklich härtesten (wen wundert diese Aussage noch?) Etappenrennen überhaupt anhört: La Ruta de los Conquistadores in Costa Rica. Nur 4 Tage dauert der Ritt von der Pazifik- an die Karibische Küste, nicht mal 400km, dafür 14'000hm. Quer durch die üppige Vegetation eines Landes, welches ganz und gar nicht mit Schlamm, Hitze, und Bananenschachteln geizt. Angeblich sind die Wege steiler als jeder Klettersteig und die Strassen tiefer als jeder frische Acker in heimischen Gefilden. Die unsägliche Luftfeuchtigkeit, welche jeder Biosauana Paroli bieten könnte und die bis zu 3000m hohen Berge machen einem das (Über-)Leben auf diesem Trip nicht einfacher.

Grund genug also für mich, die Koffer zu packen und nach einer hoffentlich gemütlichen Akklimations-Woche am 12. November morgens um 5 in Jaco am Start dieses Abenteuers zu stehen. Traditionell gewinnt ein Einheimischer, doch ich werde mir Mühe geben, dass man mich auch irgendwo weit vorne in der Rangliste finden wird...