Jetzt ist es offiziell: am 9. Oktober 2010 stehe ich in Canberra/Australien am Start zu den «World Solo 24 Hour MTB Championships»!
Weltmeisterschaften. Downunder. Das höchste aller Ziele in der 24h-Szene.  Wer mitmachen will, muss sich qualifizieren. Oder kriegt wie an der Tour de France eine der begehrten Wildcards. Und ich bin dabei. Darum ordne ich diese Saison komplett und einzig allein diesem einen Wettkampf unter. Alles andere ist Zugabe. Ich will in Canberra zeigen, was ich kann. Dafür gebe ich alles, dafür lohnt es sich zu trainieren und den Unfall von letztem Herbst vergessen zu machen. Stay tuned!
Endlich! Das dieses Jahr so lang ersehnte Resultat in meiner Paradedisziplin wurde Wirklichkeit! Fast 22 Stunden lang war ich sogar auf dem 2. Platz. Schlussendlich reichte aber die Kraft nicht mehr, um den Rang zu halten, da mir ein Federgabeldefekt zu Beginn des Rennens langsam aber sicher zu schaffen machte - die Strecke war einfach zu hart um mit einer quasi Starrgabel dieses Tempo durchzustehen.
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Die Tage werden immer weniger bis zum Start des nächsten Höhepunktes: 24h di Roma! Das Rennen findet in einem der ältesten Parks Roms statt, im Aquäduktenpark. Die Strecke sei sehr schnell und kurvenreich und führt an den Aquädukten der einstigen Weltstadt Rom vorbei.
Ich bin hochmotiviert, endlich mal wieder gesund und vor allem: nicht verletzt! Darum gibt es für mich nächstes Wochenende nur ein Motto: Vollgas! Die letzten Tage habe ich mit der Feinabstimmung des Bikes verbracht: Jörg von der Veloklinik hat mir die Federgabel schon jetzt perfekt auf den schnellen Kurs abgestimmt. Die Übersetzung ist Streckengerecht auf schnell getrimmt, und mit den Reifen kommt nur das beste und am leichtesten rollende Material ans Rad. Jetzt gilt es eigentlich nur noch, den Körper mit einer letzten langen Einheit so richtig auf das Rennen einzustimmen und dann den verbleibenden Rest bis zum mit Carboloading und viel Schlaf zu verbringen.
Der erste Saisonhöhepunkt ist vorbei - das 24h-Rennen von München. Mit Insgesammt über 2000 Teilnehmern eines der Grössten in Europa. Alleine in der Single-Kategorie waren 113 Athleten am Start.
Es ging mir aber nicht ganz so gut wie erhofft - ein Top-5-Ergebniss war als Ziel gesetzt. Ein Sonnenstich nach ca. 6h zwang mich aber zu einer unfreiwilligen 4-Stündigen Pause. Den Tränen nahe sah ich schon das ganze Unternehmen abgebrochen. Nachts um zwei fuhr ich dann aber wieder weiter - und wie! Mit einer imensen Willensleistung und einem Kraftakt sondergleichen fuhr ich Runde um Runde mit Top-Zeiten. Vom mittlerweile 92. Zwischenrang kämpfte ich mich so kontinuierlich auf den 17. Schlussrang vor. Diese Stunden bin ich das Rennen meines Lebens gefahren, und darauf bin ich stolz. Leider hat mich die Hitze wohl an einem grösseren Erfolg gehindert, aber das gehört nun mal zum Sport dazu.
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 Die letzte Monate waren nicht so einfach wie auch schon, das Pech-Jahr 2007 sitzt mir noch etwas in den Knochen. Nochmals eine Lizenz lösen? Welche Rennen fahren? Abschied von meinem Specialized-Fuhrpark, Training in Dunkelheit und Kälte usw.Doch jetzt geht es Schlag auf Schlag vorwärts: Am Samstag in Safenwil das erste CC-Rennen, im März starte ich (zwar etwas spät) die Trainingslager-Saison in der Toscana und Spanien, danach stehen weitere Trainingsrennen auf dem Programm. Als ersten Höhepunkt habe ich mir das 24h-Rennen im Olympiapark in München augesucht. Nur mit viel Goodwill vom Veranstalter habe ich noch einen Startplatz gekriegt. 2006 musste ich dort frühzeitig aussteigen, diesmal will ich aber mit einer Top-Platzierung die Weisswurst am Tag danach geniessen!

Es war hart – brutal hart sogar. Nach einer fast 9stündigen Hetzjagd mit dem schlussendlich zweitplatzierten Topfahrer Christian Burri konnte ich endlich eine Rundenvorsprung herausfahren. Die extrem harte Strecke in Davos mit ihren langen und steilen Anstiegen hat wohl allen alles abverlangt. Und so war es nicht verwunderlich, dass ich am Sonntag Vormittag für den Anfangs-Effort richtiggehend in den Hammer lief und meine Rundenzeiten kontinuerlich länger wurden. Erschwerend kam noch ein Gabel-Defekt hinzu, welcher aber innerhalb ca. 40 Minuten behoben werden konnte, sprich eine neue Gabel von den supernetten Mechanikern vor Ort montiert wurde. Alles in allem ein super Anlass, super Wetter und super viele Schmerzen! mehr demnächst hier... (weiterlesen...)
Das Leiden hat eine Zahl: 90! Ich bin noch nie ein Rennen mit solch wenigen Höhenmetern pro Runde gefahren - und doch war es eines der härtesten überhaupt. Nach 15 Stunden auf der brutalen Strecke im Olympiapark musste ich auf aussichtsreicher Position 8 die Segel streichen: Zusammenbruch. Trotz Top-Vitalwerten diagnostizierte der Notarzt akute Überanstrengung. Es war einfach alles ein wenig zu viel. Als kleiner Trost habe ich dann erfahren, dass es vielen meiner direkten Konkurrenten nicht anders ergangen ist. Ein trauriger Schluss einer super Saison, aber so ist nun mal unser Sport: The fittest will survive!
Mit einem phänomenalen Start-Ziel-Sieg konnte ich meinen Wunschtraum vom ersten 24h-Sieg endlich Wirklichkeit werden lassen. Am Schluss hatte ich sogar über 4 Runden Vorsprung! Der Dauerregen vom Samstag hatte das Rennen jedoch sehr schwer gemacht und es musst sogar zeitweise unterbrochen werden, da die Strecke nicht mehr befahrbar war.