25. Dezember 2011

Aus- und Rückblick

Langlauftraining 2011 Lenzerheide

Ein Jahr mit Hochs und Tiefs neigt sich dem Ende zu.

Fünf Jahre nach dem sensationellen Einstand beim Cape Epic (18. Platz) wollte ich es 2011 nochmals wissen. Mein Partner Sandro Soncin sollte zwar fast ein Jahrzent jünger sein, genau deshalb aber auch den nötigen Speed mitbringen. Leider war bei mir schon nach zwei Tagen die Luft fast draussen. Die Hitze forderte Ihren Tribut und ich musste nach 4 Etappen das Rennen total dehydriert aufgeben. Eine riesen Enttäuschung.

Nach der verpatzten 24h-WM im Herbst 2010 war die Zeit nun gekommen, sich ernsthaft Gedanken über Aufwand/Ertrag zu  machen. Seriöses 24h-Racing nur “so nebenbei” zum Job im Büro ist auf Dauer zum Scheitern verurteilt. Zu hoch sind die körperlichen und v.a. mentalen Belastungen. Jedenfalls für mich.  So sollte ein letzter Anlauf Mitte Jahr das 24h-Karriere-Ende bedeuten. Diesmal ging der Plan auf. Mit der Trans Germany, einem 4-tägigen Etappenrennen welches einzig allein der Vorbereitung diente, fuhr ich mich in Form. Das letzte 24h-Rennen meiner Karriere in Reconvillier fuhr ich in gewohnter Manier nach Schema X von A-Z durch. Ein versöhnlicher zweiter Platz war der verdiente Lohn. Seither trauere ich der 24h-Schinderei keinen Deut mehr nach…

Der Sommer war geprägt von Wetter-Kapriolen mit Schnee und Regen. Nicht sonderlich motiviert liess ich das eine oder andere Rennen sausen, nur um im August mit akuten Knieschmerzen ein weiteres Mal die Saison vorzeitig zu beenden.
Es folgte eine fast 3-monatige Odysee mit vielen Stunden Physiotherapie und sogar einem kurzen Abstecher im Spital.

Seit November bin ich nun wieder im normalen Trainingsalltag angelangt. Auch ein klares Ziel habe ich schon vor Augen: Ende März geht es nochmals nach Südafrika! Die Cape-Epic-Story scheint noch nicht abgeschlossen zu sein in meinem Kopf; darum werde ich nochmals am Start stehen; diesmal mit einem alten Bekannten aus dem Schlamm von Costa Rica: Patrick Mosler. Ziel: Durchkommen. Punkt.

Bis dahin steht aber noch etwas Arbeit auf dem Programm: an Silvester geht es gleich mal eine Woche ins Obergoms zum Langlauftraining. Mitte Februar fliegen wir dann für 10 Tage mit der bewährten Trainingsgruppe nach Gran Canaria um uns schon mal an das schöne Wetter zu gewöhnen …

 

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