29. Juni 2009

1. Platz am 24h-Rennen in Davos

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Der Druck war enorm – nach 2 Siegen im 2006 und 2007 wurde ich als Favorit gehandelt. Jedenfalls hat man mich schon am Freitag vor dem Rennen auf Platz von allen Seiten auf einen erwarteten Sieg angesprochen. Dies machte es mir nicht gerade leicht, die letzte Nacht vor dem grossen Tag beruhigt durchzuschlafen. Dazu kam der am Samstag Morgen einsetzende Regen, welcher mir noch etliches Kopfzerbrechen über die Reifenwahl bescherte. Jeder Formel-1-Taktiker hätte wahrscheinlich seine helle Freude daran gehabt. Ich war mir dann aber nach einer ersten Testrunde auf der neuen Strecke einigermassen sicher, dass Semislicks wohl reichen dürften.

Dafür packte ich meine Füsse schon mal vorsorglich in Plastiksäckli ein, damit wenigstens diese trocken bleiben, falls es weiter regnen würde.

Die neue Strecke war mit 8km und 180hm fast gleich lang wie die Jahre zuvor, aber trotzdem einiges anspruchsvoller. Vor allem der happige Aufstieg auf einer Wiese sollte mit der Zeit und bei Nässe einiges an Körnern kosten.

Der Startschuss um 14 Uhr brachte auch gleich schöneres Wetter mit sich und so konnten wir in gewohnter Le-Mans-Manier loslegen. Ich setzte alles auf eine Karte und startete mit einem horrenden Tempo in die ersten Runden. In der dritten Runde dann die erste heikle Situation: in einer schnellen Vollgaskurve nahm ich unfreiwillig Bodenkontakt. Schmerzverzzert von den doch argen Schürfwunden und Prellungen fuhr ich aber das Rennen weiter. Bis in die frühen Nachtstunden hatte ich permanent Martin Zakovsky auf Augenhöhe. Ich merkte aber schnell, dass dieser zu nah am Limit fuhr und konnte ihn dann mit einer gezielten, zwei Runden dauernden Attacke abhängen.

Die Nacht war kalt und nass. Zwei, drei Runden lang überlegte ich mir immer wieder, den Regenschutz anzuziehen und evtl. auf andere Reifen zu wechseln. Zum Glück wurde es dann aber schnell wieder trocken und nach einem kurzen, 2-minütigem Zwischenstop für den Akkuwechsel donnerte ich wieder los.

Gegen Morgen war ich noch immer gut im Rennen, mittlerweile hatte ich teilweise über 3 Runden Vorsprung herausgefahren. Der Rest des Vormittags verlief fast optimal, dank dem komfortablen Rundenvorsprung konnte fast nichts mehr anbrennen und ich musste die letzten Runden nicht mehr forcieren, konnte sogar etwas Tempo raus nehmen. Auch die gefürchteten Attacken der Konkurrenz blieben weiterhin aus. Einzig Michael Fitzi, der Vorjahressieger, wollte es wissen und fuhr gegen Schluss nochmals richtig schnelle Runden. So konnte er wenigstens nochd die bis dahin beherzt fahrende Andrea Kuster überholen.

Mit etwas mehr als einer Runde Vorsprung gehörte dann der Triumpf zum dritten Mal mir. Ein super Gefühl! Ich bin überglücklich über diesen Sieg, das harte Training hat sich gelohnt und die vielen Rückschläge in der Vorbereitung sind vergessen.

Jetzt gibt's erst mal eine Woche Ferien um danach schon wieder mit den Vorbereitungen für die nächsten Rennen zu starten.


4 Kommentare

  1. Kommentar by christian burri // 29. Juni 2009 @ 21:24

    super leistung von dir gruss chrigu

  2. Kommentar by sämi rickli // 30. Juni 2009 @ 12:18

    son of a bitch

    gratuliren zu dim sieg. eigentlech unvor stellbar ver mech, aber es doch möglech 24 h uf em velo zfahre.....
    bes zum nächschte mol ofem velo oder be de normalbürger,gell
    mfg sam

  3. Kommentar by Stefan // 30. Juni 2009 @ 13:43

    nochmals gratulation zu deinem superrennen.
    erhol dich gut von deinem höllten ritt.....
    bis zum nächsten mal an der startlinie.

    gruss steff

  4. Kommentar by yannik dallosto // 17. Juli 2009 @ 18:29

    hey päscu

    ich gratulire der du besch scho en mega maschene.


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