Ein Jahr mit Hochs und Tiefs neigt sich dem Ende zu.
Fünf Jahre nach dem sensationellen Einstand beim Cape Epic (18. Platz) wollte ich es 2011 nochmals wissen. Mein Partner Sandro Soncin sollte zwar fast ein Jahrzent jünger sein, genau deshalb aber auch den nötigen Speed mitbringen. Leider war bei mir schon nach zwei Tagen die Luft fast draussen. Die Hitze forderte Ihren Tribut und ich musste nach 4 Etappen das Rennen total dehydriert aufgeben. Eine riesen Enttäuschung.
Nach der verpatzten 24h-WM im Herbst 2010 war die Zeit nun gekommen, sich ernsthaft Gedanken über Aufwand/Ertrag zu machen. Seriöses 24h-Racing nur “so nebenbei” zum Job im Büro ist auf Dauer zum Scheitern verurteilt. Zu hoch sind die körperlichen und v.a. mentalen Belastungen. Jedenfalls für mich. So sollte ein letzter Anlauf Mitte Jahr das 24h-Karriere-Ende bedeuten. Diesmal ging der Plan auf. Mit der Trans Germany, einem 4-tägigen Etappenrennen welches einzig allein der Vorbereitung diente, fuhr ich mich in Form. Das letzte 24h-Rennen meiner Karriere in Reconvillier fuhr ich in gewohnter Manier nach Schema X von A-Z durch. Ein versöhnlicher zweiter Platz war der verdiente Lohn. Seither trauere ich der 24h-Schinderei keinen Deut mehr nach…
Der Sommer war geprägt von Wetter-Kapriolen mit Schnee und Regen. Nicht sonderlich motiviert liess ich das eine oder andere Rennen sausen, nur um im August mit akuten Knieschmerzen ein weiteres Mal die Saison vorzeitig zu beenden.
Es folgte eine fast 3-monatige Odysee mit vielen Stunden Physiotherapie und sogar einem kurzen Abstecher im Spital.
Seit November bin ich nun wieder im normalen Trainingsalltag angelangt. Auch ein klares Ziel habe ich schon vor Augen: Ende März geht es nochmals nach Südafrika! Die Cape-Epic-Story scheint noch nicht abgeschlossen zu sein in meinem Kopf; darum werde ich nochmals am Start stehen; diesmal mit einem alten Bekannten aus dem Schlamm von Costa Rica: Patrick Mosler. Ziel: Durchkommen. Punkt.
Bis dahin steht aber noch etwas Arbeit auf dem Programm: an Silvester geht es gleich mal eine Woche ins Obergoms zum Langlauftraining. Mitte Februar fliegen wir dann für 10 Tage mit der bewährten Trainingsgruppe nach Gran Canaria um uns schon mal an das schöne Wetter zu gewöhnen …
11. September 2011
… es ist nicht so wie damals bei Pirmin Zurbriggen 1985 an der WM in Bormio, als sich eine ganze Nation Sorgen über ein einziges Knie machte (einige mögen sich vielleicht noch erinnern), aber für mich persönlich ist es trotzdem ein kleineres Drama. Seit der Eiger Bike Challenge Anfang August – dem ersten Rennen seit weiterlesen
28. Juni 2011
Lange ist’s her seit ich bei einem 24h-Rennen um den Sieg mitfahren konnte. Genauer gesagt zwei Jahre. Dazwischen habe ich mit meinem Kopf, dem Körper und vielem anderen gehadert. Eigentlich wollte ich ja schon letztes Jahr an der WM mein letztes 24h-Rennen bestreiten. Da es mir dort aber nicht wie gewünscht gelaufen ist, musste wohl weiterlesen
9. Juni 2011
Nachdem das Cape Epic nicht wie gewünscht verlaufen war und ich mich die nachfolgenden Wochen mit Umzug und viel Stress bei der Arbeit beschäftigte, sollte der Juni ein Neuanfang werden. Zwischendurch bin ich noch das eine oder andere Strassenrennen gefahren, sowie den Marathon-Klassiker in Offenburg. Danach gings auf nach Deutschland zum nächsten Etappenrennen. Die 4 weiterlesen
26. März 2011
Artikel zum Renngeschehen gibts auf unserem Team-Blog mission-cape-epic.ch Die Bildergallerie ist hier »
3. März 2011
Es ist Ende Februar – traditionell die Zeit der Trainingslager. Wenn in unseren Breitengraden immer noch eisige Temperaturen herrschen, zieht es den ambitionierten Rennfahrer in den Süden. Nach dem letztjährigen «Debakel» in der verschneiten Toscana wollten wir uns in diesem Jahr nicht auf eine Wetter-Lotterie einlassen und sind kurzum ein paar Kilometer weiter auf die weiterlesen
13. Februar 2011
5 Jahre ist es her seit meinem Debut beim Cape Epic – der «Tour de France der Mountainbiker» in Südafrika. Inzwischen habe ich Erfahrungen an Etappenrennen verteilt über den halben Globus gesammelt. Nach zwei Jahren in denen ich auch die Schattenseiten des Sports kennen gelernt habe, möchte ich dieses Jahr wieder zurück auf die Erfolgsstrasse weiterlesen
12. November 2010
Gefühlte 2 Jahre später nun endlich mein Rennbericht zur WM. Mittlerweile sind wir auch wieder zurück in der Schweiz und ich habe mal wieder einen Besuch im Spital hinter mir: Die Schrauben und Platten welche mir vor gut einem Jahr eingepflanzt wurden, sind nun wieder draussen! 411 Starter, 16 Nationen, 20 km/550 hm-Kurs – soweit weiterlesen
10. Oktober 2010
Es war nicht mein Tag: im vorderen Drittel liegend, machten mir 3 kurz nacheinander folgende Stürze in der ersten Nacht-Runde einen Strich durch die Rechnung. Erst nach 3h Pause und 23 verlorenen Plätzen machte ich mich wieder auf die Runde. In den frühen Morgenstunden musste ich wieder unfreiwillig pausieren, nachdem ich nur noch knapp aus weiterlesen
30. September 2010
Fabian Cancellara wird Zeitfahr-Weltmeister in Australien! Diese Nachricht hat mich heute Morgen während den unmittelbaren Vorbereitungen für mein persönliches 24h-WM-Abenteuer erreicht. Sensationell! Voller Selbstvertrauen hat Cancellara keinen Hehl daraus gemacht, dass alles andere als der WM-Titel eine Enttäuschung für ihn sei. Nun; auch ich reise nach Australien an eine WM. Aber nicht um zu gewinnen, weiterlesen
13. September 2010
Die WM in Australien rückt immer näher und somit auch meine unmittelbare Vorbereitung. In den letzten Tagen habe ich nun begonnen, meine sieben (-tausend) Sachen langsam aber sicher zusammen zu kramen und die letzten noch fehlenden Dinge zu organisieren. Es gibt nichts ärgerlicheres, als 1 Tag vor Abflug zu merken, dass noch dies und jenes weiterlesen