Es sind nun schon über 2 Monate her seit meinem Unfall und es gibt News von der Verletzten-Front: letzte Woche durfte ich zum ersten mal wieder auf ein Rennrad sitzen! Natürlich noch zu Hause auf der Rolle, aber immerhin… Meine Verletzungspause ist zwar damit noch nicht beendet, doch es zeichnet sich ein Silberstreifen am Horizont ab. Ziel ist, Mitte Januar wieder ohne Stöcke gehen zu können. Danach kann es los gehen mit dem Aufbautraining – die Saison 2010 ist noch nicht komplett abgeschrieben! Mitte Sommer/ Anfang Herbst will ich wieder ernsthaft ins Renngeschehen eingreifen. Bis dahin ist noch ein langer Weg, ich fange praktisch bei Null an – doch wo ein Wille ist auch ein Weg!
Nach fast 4-wöchigem Spitalaufenthalt und 2 Operationen bin ich seit ein paar Tagen nun wieder zu Hause. Mit 7 Schrauben und einer Titanplatte wurde alles wieder gerichtet. Das gehen mit Stöcken fällt mir noch etwas schwer, doch es geht von Tag zu Tag besser. Die nächsten Wochen und Monate ist erst mal nichts mit Radfahren. Trainingsmässig verbringe ich diese Zeit nun mehrheitlich mit Physiotherapie und täglichem einbeinigem Treppensteigen mit den Krücken beim Gang zum Briefkasten ;-). Mehr liegt eh noch nicht drin, denn in den vergangenen paar Wochen haben sich die Muskeln an den Beinen auf ein Minimum reduziert und schon 5 Minuten Bewegung fühlen sich an wie 5h intensivstes Biken…
Nach gut 8-wöchiger Pause (ich war total ausgebrannt und habe die Saison vorzeitig abgebrochen) sollten eigentlich die Vorbereitungen für die nächste Saison anlaufen. Ziel war es, mit ein paar Angewöhnungs-Trainings wieder den Rhytmus zu finden um im März 2010 wiederum am Cape Epic am Start zu stehen. Nun, es kam anders. Ich liege nun im Spital mit gebrochenem Schien- und Wadenbein. Beim letzten Training bin ich so unglücklich gestolptert, dass das Bein geradewegs abeinander war (für die Expoerten: Bimalleolarluxationsfraktur Typ B). So geht die nun schon lange währende Pechsträhne weiter. Ich hoffe, in ein paar Monaten dann wirklich wieder zur Normalität zurückkehren zu können.
Die aktuelle Saison harzt weiterhin: nach etwas mehr als 2 Stunden war das 24h-Rennen von Schötz für mich schon wieder Geschichte. Schon die erste Runde nach dem Startschuss um 14 Uhr war die reinste Qual für mich und ich musste schon bald fast die komplette Konkurrenz kampflos an mir vorbeiziehen lassen. Mit Blei in den Beinen und einem Körpergefühl wie von einem Waschlappen probierte ich noch ein paar Runden lang mitzufahren, um dann der Qual allsbald ein Ende zu setzen. Unendlich enttäuscht haben wir dann vorzeitig den Heimweg angetreten. Jetzt, 1 Tag danach, fühle ich noch immer eine grosse Leere.
Wie’s nun weitergeht, steht noch in den Sternen. An Training ist momentan jedenfalls nicht zu denken.
Das nächste 24-Stunden-Abenteuer steht vor der Türe. Und wie meistens dieses Jahr wenn ich am Start stehe, sind die Wetteraussichten nicht gerade das goldene vom Ei. Aber egal, ich freue mich schon auf den März 2010 wo ich auf der Südhalbkugel bei Sommerlichen Temperaturen zum zweiten Mal am Cape Epic teilnehmen werde.
Zuerst muss jetzt aber noch die 5.3km lange Runde in Schötz möglichst oft abgefahren werden. Schötz ist ja bekannt für das 24h-Strassenrennen. In diesem Jahr findet zum ersten mal ein MTB-Rennen statt. Ich will natürlich mit einem möglichst guten Resultat in die Geschichtsbücher eingehen, darum werde ich wie immer mit vollem Einsatz in das Rennen gehen. Frei nach dem Motto «There’s no hiding in 24-hours racing».
Ich freue mich über jede Unterstützung, ob einfach mit Daumendrücken oder direkt an der Strecke ;-)
DNS bedeuetet in der Sprache der Ranglisten soviel wie “Did not Start”. Ich dachte mir: besser als DNF (Did not Finish). Grund dafür war das prächtige Wetter, welches letzten Samstag in Österreich herrschte.
Da ich langsam alt und vernünftig werde, habe ich mich darum entschlossen, nicht 10-12h frierend und durchnässt mit dem Bike durch den Schneeregen zu fahren. Dies hat – leider reichlich spät – auch der Veranstalter eingesehen und die Strecke gekürzt. Genützt hats nichts, viele haben das Ziel gar nie erreicht und waren sicherlich mehr frustriert als ich…
Der Druck war enorm – nach 2 Siegen im 2006 und 2007 wurde ich als Favorit gehandelt. Jedenfalls hat man mich schon am Freitag vor dem Rennen auf Platz von allen Seiten auf einen erwarteten Sieg angesprochen. Dies machte es mir nicht gerade leicht, die letzte Nacht vor dem grossen Tag beruhigt durchzuschlafen. Dazu kam der am Samstag Morgen einsetzende Regen, welcher mir noch etliches Kopfzerbrechen über die Reifenwahl bescherte. Jeder Formel-1-Taktiker hätte wahrscheinlich seine helle Freude daran gehabt. Ich war mir dann aber nach einer ersten Testrunde auf der neuen Strecke einigermassen sicher, dass Semislicks wohl reichen dürften.
Dafür packte ich meine Füsse schon mal vorsorglich in Plastiksäckli ein, damit wenigstens diese trocken bleiben, falls es weiter regnen würde.
Die neue Strecke war mit 8km und 180hm fast gleich lang wie die Jahre zuvor, aber trotzdem einiges anspruchsvoller. Vor allem der happige Aufstieg auf einer Wiese sollte mit der Zeit und bei Nässe einiges an Körnern kosten.
Der Startschuss um 14 Uhr brachte auch gleich schöneres Wetter mit sich und so konnten wir in gewohnter Le-Mans-Manier loslegen. Ich setzte alles auf eine Karte und startete mit einem horrenden Tempo in die ersten Runden. In der dritten Runde dann die erste heikle Situation: in einer schnellen Vollgaskurve nahm ich unfreiwillig Bodenkontakt. Schmerzverzzert von den doch argen Schürfwunden und Prellungen fuhr ich aber das Rennen weiter. Bis in die frühen Nachtstunden hatte ich permanent Martin Zakovsky auf Augenhöhe. Ich merkte aber schnell, dass dieser zu nah am Limit fuhr und konnte ihn dann mit einer gezielten, zwei Runden dauernden Attacke abhängen.
Die Nacht war kalt und nass. Zwei, drei Runden lang überlegte ich mir immer wieder, den Regenschutz anzuziehen und evtl. auf andere Reifen zu wechseln. Zum Glück wurde es dann aber schnell wieder trocken und nach einem kurzen, 2-minütigem Zwischenstop für den Akkuwechsel donnerte ich wieder los.
Gegen Morgen war ich noch immer gut im Rennen, mittlerweile hatte ich teilweise über 3 Runden Vorsprung herausgefahren. Der Rest des Vormittags verlief fast optimal, dank dem komfortablen Rundenvorsprung konnte fast nichts mehr anbrennen und ich musste die letzten Runden nicht mehr forcieren, konnte sogar etwas Tempo raus nehmen. Auch die gefürchteten Attacken der Konkurrenz blieben weiterhin aus. Einzig Michael Fitzi, der Vorjahressieger, wollte es wissen und fuhr gegen Schluss nochmals richtig schnelle Runden. So konnte er wenigstens nochd die bis dahin beherzt fahrende Andrea Kuster überholen.
Mit etwas mehr als einer Runde Vorsprung gehörte dann der Triumpf zum dritten Mal mir. Ein super Gefühl! Ich bin überglücklich über diesen Sieg, das harte Training hat sich gelohnt und die vielen Rückschläge in der Vorbereitung sind vergessen.
Jetzt gibt’s erst mal eine Woche Ferien um danach schon wieder mit den Vorbereitungen für die nächsten Rennen zu starten.
Die lange Vorbereitungszeit nimmt ein Ende, ab jetzt gibt es keine Ausreden mehr, es geht in riesen Schritten vorwärts! Die letzten zwei Monate habe ich mit diversen Vorbereitungsrennen auf der Strasse und natürlich im Gelände mit dem MTB verbracht, um an der Form zu feilen. Das finale “Trainingslager” verbrachte ich vergangene Woche im Militär in Form eines Sommersportkurses, wo ich die Gelegenheit hatte, auf gutem Niveau mit Bikern aus der ganzen Schweiz zu trainieren.
Am 27./27. Juni gilt es dann definitiv ernst. Der erste Saisonhöhepunkt mit dem 24h-Rennen von Davos wird bestimmt kein Zuckerschlecken. Das Rennen sollte mir eigentlich liegen, mir gefällt’s dort oben einfach… Als 2facher Sieger (2006 & 2007) werde ich wohl der gejagte sein. Wer dann schlussendlich die Lorbeeren ernten kann, wird sich zeigen, ich bin jedenfalls bereit für die Herausforderung!
Wer Lust und Zeit hat (Dank der neuen Westumfahrung Zürich ist die Anfahrt auch nicht mehr soo lang aus dem Mittelland) ist herzlich eingeladen, mich an der Strecke anzufeuern und die einmalige Atmosphäre eines 24-h-Rennens zu erleben.
Die Saison nimmt langsam aber sicher Formen an, und es ist an der Zeit, sich mit Trainingsrennen an die hohen Tempi, Rhytmuswechsel und Pulsbereiche jenseits der Komfortzone zu gewöhnen.
Am traditionellen Ostermontag-Strassenrennen in Schwarzhäusern konnte ich das erste mal dieses Jahr Rennluft schnuppern. Dieses Wochenende stand das MTB-Rennen in Schneisingen auf dem Programm und das nächste lange Weekend wartet auch wieder mit einem XC-Rennen auf. Mitte Mai folgt dann das erste etwas längere Rennen mit dem XCM-Marathon in Offenburg. Stay tuned!
Morgen gehts als los Richtung Kanarische Inseln ins 2-Wöchige Trainingslager. Leider hat mich diese Tage (dem Training bei nasskalten Bedingungen sei Dank) wieder eine Erkältung erwischt. So werde ich wohl oder übel angeschlagen in den Flieger steigen und hoffen, dass sich mein Zustand nicht noch verschlimmert. Für meinen Form-Aufbau sind die kommenden zwei Wochen sehr wichtig, war doch der Winter bis jetzt alles andere als optimal gelaufen.
Der Winter zieht sich nun schon endlos lange hin und ich habe meine erste richtige Grippe seid Jahren auch schon hinter mir. Fast 2 Wochen lang war ich ausser Gefecht. Grund genug, dem Wetter zu entfliehen und 5 Tage im Tessin zu trainieren.
Bei 10-15 Grad und v.a. Sonne (!) verbrachten wir das erste Kurz-Trainingslager des Jahres rund um den Lago Maggiore. Mit Touren bis 7h Dauer war Grundlagentraining angesagt, denn es mangelt bei meinem “Motor” noch an allen Ecken und Enden…
Manchmal kann es schon hart sein, in heimischen Gefilden trainieren zu müssen. Während die Pros in Südafrika rumkurven, spule ich meine Trainingskilometer bei bitterkalten Temperaturen im Schweizer Mittelland ab. Manchmal ist es draussen aber auch mir definitiv zu kalt und ich muss zur unbeliebtesten aller Trainingsmethoden greifen: Bike auf der Rolle einspannen und stundenlang vor dem Fernseher in der warmen Stube strampeln.
Leider hat auch mich die Grippe für fast zwei Wochen lahmgelegt und ich bin momentan dabei, den Schaden mit konsequentem Training möglichst in Grenzen zu halten. Nächste Woche steht ein 5-tägiger Trainings-Aufenthalt im Tessin an. Ich hoffe natürlich auf frühlingshafte Plusgrade…!